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KiK drückt sich weiter vor seiner Verantwortung für die Toten von Ali Enterprises

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„KiK muss endlich seinen Kurs der Missachtung der Opfer und Hinterbliebenen beenden. Leider ist aber das Verhalten von KiK symptomatisch für die gesamte Branche. Es fehlt die Einsicht in die eigene Verantwortung für die immer noch katastrophalen Bedingungen in den meisten Textilfabriken Asiens“, so Niema Movassat, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, anlässlich des zweiten Jahrestages des Fabrikbrandes von Ali Enterprises in Pakistan, bei dem über 250 Arbeiterinnen und Arbeiter verbrannten. Movassat weiter:

„Obwohl der deutsche Textildiscounter KiK Auftraggeber für nahezu zwei Drittel der Produktion war, drückt sich das Unternehmen immer noch vor einer langfristigen Entschädigung der Opfer. Das ist mehr als unwürdig und die Bundesregierung schaut weiter zu.

Die Bekleidungsindustrie ist auch nach zehn Jahren Debatte um die Arbeitsbedingungen freiwillig nicht bereit, auch nur die geringsten Einbußen am eigenen Profit in Kauf zu nehmen, um die Menschenrechte der Arbeiterinnen und Arbeiter in den von ihnen beauftragten Fabriken zu gewährleisten.

Entwicklungsminister Müller fährt in dieser Frage zwar verbal einen harten Kurs, doch sein geplantes Textilsiegel für fair gefertigte Bekleidung ist nur Augenwischerei. Es verschleiert, dass auch er nicht bereit ist, gegen die Interessen der deutschen Textillobby die nötigen gesetzlichen Regelungen auf den Weg zu bringen. Die Bundesregierung muss endlich verbindliche soziale, ökologische und menschenrechtliche Mindeststandards für deutsche Unternehmen im Ausland gesetzlich festlegen. Wir brauchen eine umfassende Unternehmenshaftung für Menschenrechtsverletzungen.“

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