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Keine Spur von Chancengleichheit in der Schule

Pressemitteilung von Rosemarie Hein,

"Es tut sich eindeutig zu wenig in Sachen Chancengleichheit in den Schulsystemen, und das geht zu Lasten der Zukunftsaussichten der Schülerinnen und Schüler", erklärt Rosemarie Hein mit Blick auf die Veröffentlichung der Bertelsmann-Studie "Chancenspiegel 2014". Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:


"Laut Studie verlassen im Bundesdurchschnitt sechs Prozent der Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. Der Ganztagsschulausbau geht viel zu schleppend voran. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die eine Förderschule besuchen und damit maximal einen Hauptschulabschluss erhalten, geht nicht zurück. Die stetige Chancenungleichheit zeigt sich in der Hauptsache daran, dass der Bildungserfolg nach wie vor abhängig von der sozialen Herkunft und dem Wohnort ist.

Das Thema Inklusion wird in den Bundesländern unterschiedlich ernst genommen. Hier fehlt es an einem gemeinsamen Verständnis und verbindlichen Standards. Diese sind jedoch notwendig, wenn Inklusion gelingen und Chancengleichheit hergestellt werden soll.

Die Bundesregierung sieht sich offensichtlich nicht in der Verantwortung, hat sie doch erst vor kurzem eine Grundgesetzänderung durchgeboxt, bei der auch in Zukunft die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Allgemeinen Bildung nicht möglich ist. Dafür sollen es Programme mit kurzer Laufzeit richten, Bildungsteilhabe sicherzustellen. Das ist halbherzig. Wir brauchen Investitionen in nachhaltige infrastrukturelle Maßnahmen. Wir brauchen Gemeinschaftsschulen, die bewiesenermaßen den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen auflösen können."