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Kein Olympia, aber Milliarden-Geschäfte?

Pressemitteilung von Dagmar Enkelmann,

„Die ganze Diskussion um einen möglichen Boykott der olympischen Spiele in Peking ist verlogen und scheinheilig“, so Dagmar Enkelmann. Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion DIE LINKE erklärt weiter:

„Natürlich würde ein Fernbleiben von den Spielen dem chinesischen Regime einen herben Schlag versetzen. Ein Schlag, von dem sich das Riesenreich allerdings bald wieder erholen würde. Die wahren Leidtragenden wären wie immer die Sportler, die sich jahrelang vorbereitet haben.

Diskussionswürdig wäre ein solcher Boykott nur dann, wenn die Bundesregierung ihrerseits die chinesischen Diktatoren unter Druck setzen und die Milliarden-Geschäfte deutscher Unternehmen mit Peking stoppen würde. Ein solches Vorgehen würde das dortige Regime wesentlich härter treffen. Denn China ist nach den USA für Deutschland der zweitwichtigste Exportmarkt außerhalb der EU. Im Jahr 2006 erreichte das deutsch-chinesische Handelsvolumen 76,27 Milliarden Euro nach 62,08 Milliarden Euro 2005.

Solche Maßnahmen sind von einer neoliberalen Bundesregierung allerdings nicht zu erwarten.
Im Gegenteil: Getreu dem Motto „Hannemann, geh´ du voran“ soll der Sport für die Feigheit der Politik beziehungsweise für die Raffgier deutscher Konzerne büßen.

Es ist schon bezeichnend, dass beim Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen in den vergangenen Jahren Chinas Vorgehen im Tibet offenbar nicht gestört hat.“

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