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Kein Absturz für Air-Berlin-Beschäftigte

Pressemitteilung von Herbert Behrens,

„Ohne einen Tarifvertrag zur Ausgestaltung des Betriebsübergangs sind die Beschäftigten von Air Berlin den Interessen der Bieter schutzlos ausgeliefert. Es kann nicht sein, dass mehr als 8.000 Menschen, die die Krise der Fluggesellschaft nicht verschuldet haben, von den Verursachern der Pleite im Regen stehen gelassen werden. Wenn die Bundesregierung hier nicht vermittelnd eingreift, befördert sie den Absturz der Belegschaft zu Gunsten des von ihr favorisierten Übernahmekandidaten Lufthansa“, kommentiert Herbert Behrens, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verkehrsausschuss, Medienberichte über die Weigerung von Air Berlin, mit den Beschäftigten Bedingungen für einen Betriebsübergang auszuhandeln. Behrens weiter:

„Es hat den Anschein, dass die Übernahme von Air Berlin durch die Lufthansa von langer Hand geplant wurde. Die Chronologie der Insolvenz sowie deren Vorgeschichte haben den Charakter eines Drehbuchs, bei dem der Belegschaft nicht mal eine Nebenrolle zugewiesen wurde. Die aktive Rolle der Bundesregierung im Insolvenzverfahren lässt Zweifel aufkommen, dass die sie daran unbeteiligt ist. Das wäre der nächste Skandal um Verkehrsminister Alexander Dobrindt, bei dem man aber inzwischen auf alles gefasst ist. Die Bundesregierung muss jetzt Wort halten und sich im Interesse der Passagiere für die Sicherung des Flugbetriebs durch einen Überleitungsvertrag bei Air Berlin einsetzen. Andernfalls kommt der Millionenkredit des Bundes nicht den Verbrauchern zu Gute, sondern garantiert lediglich ein schnelles Insolvenzverfahren zu Gunsten der Lufthansa.“

 

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