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Kanzlerin tut nichts, um Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern abzubauen

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Zur Vorstellung der Studie zu den Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern in der EU erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Kirsten Tackmann:

Der viertletzte Platz Deutschlands in der EU bei den Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern ist ein tiefer Kratzer im Lack der Kanzlerin. Sie hat es versäumt, in der Zeit ihrer EU-Ratspräsidentschaft und dem immer noch laufenden Jahr der Chancengleichheit auch nur ein Signal für einen Abbau dieses gravierenden gesellschaftlichen Problems zu setzen. Im Gegenteil. Merkels gestern bekräftigte Ablehnung eines gesetzlichen Mindestlohns verfestigt die massive Benachteiligung von Frauen in Deutschland. Unter der Kanzlerschaft Angela Merkels bleibt Deutschland im gleichstellungspolitischen Niemandsland.

Die EU-Studie zeigt darüber hinaus, dass Frankreich nicht nur in Vereinbarkeit von Beruf und Familie wesentlich fortschrittlicher ist, sondern auch in der Entlohnung von Frauen. In Deutschland wird stattdessen monatelang debattiert. Bewegt hat sich nichts.

Hierzulande ist es gängige Praxis, dass Mädchen und Frauen nach wie vor die schlechteren Zukunftschancen haben. Sie werden schlechter entlohnt oder in sogenannte Frauenberufe abgeschoben. Dank der vorliegenden Studie kommt wieder Bewegung in die Debatte. Ob diese Warnung eine Wirkung zeigen wird, bleibt allerdings fraglich.

DIE LINKE wird sich deshalb weiterhin für einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland einsetzen. Es bleibt eine zentrale gleichstellungspolitische Forderung der LINKEN: gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.

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