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Kampf gegen Hunger duldet keinen Aufschub

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Es wird immer mehr zum Ritual: Jedes Jahr veröffentlichen Welthungerhilfe und FAO ihre Welthunger-Indizes und medial werden fast nur Erfolgsmeldungen daraus gemacht. Dem ist aber nicht so. Angesichts von so viel unnötigem Hunger und Unterernährung auf der Welt wird dieses Schauspiel langsam unerträglich“, erklärt Niema Movassat, Sprecher für Welternährung der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Veröffentlichung des Welthunger-Index 2014 der Deutschen Welthungerhilfe. Movassat weiter:

„Das Food First Informations- & Aktions-Netzwerk (FIAN) weist darauf hin, dass der insgesamt positive Trend bei der Ernährungssituation zum wiederholten Mal auf deutliche Verbesserungen in China und Indonesien zurückzuführen ist. Demgegenüber steigt die Zahl der Hungerleidenden in Afrika und Asien seit 2005 stetig an. Und das trotz der immer wieder hochgejubelten zweistelligen wirtschaftlichen Wachstumsraten in Subsahara-Afrika und der intensiven Entwicklungszusammenarbeit. Die reine Konzentration auf Kalorien-Zufuhr, die auch noch viel zu niedrig angesetzt wird, reicht auf keinen Fall aus, um ein korrektes Bild über die weltweite Hungersituation zu geben.

Irgendwas stimmt also nicht mit der Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Im hochgelobten neo-liberalen Musterland Senegal steigen die Hungerraten stetig an. Statt sich die Welt schön zu reden, brauchen wir endlich ein Ende der Privatisierungen öffentlicher Güter wie Ackerland und Saatgut, ein Verbot der Nahrungsmittelspekulation sowie die Abschaffung der Agrarexportsubventionen und eigennütziger Wirtschaftspartnerschaftsabkommen. Kurzum: Es geht um Ernährungssouveränität und die Durchsetzung des Rechts auf Nahrung. DIE LINKE hat hierzu den Antrag ‚Hunger bekämpfen, Recht auf Nahrung stärken‘ eingebracht.“

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