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Ja in Griechenland - Nein in Deutschland

Pressemitteilung von Gregor Gysi,

Zu den heute und am Freitag stattfindenden Abstimmungen im griechischen Parlament und im Bundestag erklärt der LINKEN-Fraktionsvorsitzende, Gregor Gysi:



"Wäre ich Mitglied des griechischen Parlaments, stimmte ich heute bei schwersten Bauchschmerzen und Bedenken gegen dieses - insbesondere von meiner Regierung erpresste - Diktat, eindeutig und klar mit 'Ja'. Alles andere bedeutete, eine Katastrophe, eine Verelendung des griechischen Volkes hinzunehmen. Das geht einfach nicht! Immerhin, der Euro bleibt in Griechenland, trotz unerträglicher Maßnahmen, die Bevölkerung und die Regierung gewinnen wenigstens Zeit, um das Land wieder aufzubauen.
Im Deutschen Bundestag kann ich andererseits keinesfalls mit 'Ja' stimmen - im Gegenteil! Ein 'Ja' bedeutete, der deutschen Regierung in ihrem antidemokratischem, antisozialem und antieuropäischem Vorgehen zuzustimmen. Darüber hinaus lässt sich leicht nachweisen, dass entgegen den lautstarken Ankündigungen die deutschen Interessen keinesfalls gewahrt wurden. Gerade Deutschland braucht Europa. Unsere Regierung muss aufhören, die europäische Idee zu zerstören. Wir brauchen eben kein deutsches Europa, sondern ein europäisches Deutschland.
Auch wenn es heute kaum jemand glaubt: Gewinner dieses Prozesses werden das griechische Volk, die jetzige griechische Regierung, möglicherweise und hoffentlich Europa, aber nicht unser Land, das heißt Deutschland, sein. Sieger, die nicht aufhören können zu siegen, verlieren später umso deutlicher".

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