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Im Gammelfleisch-Skandal wird die Dönerproduktion mit einseitigen Verallgemeinerungen in Verruf gebracht

Pressemitteilung von Hakki Keskin,

Hakki Keskin, Fraktion DIE LINKE., zu Konsequenzen aus dem Umgang von Regierung und Medien mit dem Gammelfleischskandal:

Es ist nicht zu übersehen, wie in der Berichterstattung zum Gammelfleisch-Skandal immer wieder die Dönerproduktion in den Mittelpunkt gerückt wird. Durch Verallgemeinerungen, einseitige Berichte und der Verwendung von Bildern aus der Dönerproduktion wird suggeriert, dass Gammelfleisch in erster Linie im Dönervertrieb verwendet wurde.

Gegenwärtig haben wir die Situation, dass die bundesweite Dönerproduktion möglicherweise gezielt in Diskredit gebracht wird. Ich möchte daran erinnern, dass in Deutschland Zehntausende ihren Lebensunterhalt mit der Produktion und dem Verkauf von Dönerfleisch verdienen. Bislang hat es in den Medien keine detaillierte Auflistung derer gegeben, die nachweislich Gammelfleisch gekauft und verarbeitet haben. Auch ist dabei ausgeschlossen, dass unter den Abnehmern lediglich Besitzer von Dönergeschäften waren. Warum also diese Diffamierung der Dönerbranche?

Ich rufe die Verantwortlichen und insbesondere den Bundesverbraucherminister Horst Seehofer dazu auf, eine breite öffentliche Aufklärung zu gewährleisten. Eine klare Benennung der Händler und Weiterverkäufer von Gammelfleisch ist dringend notwendig, um weitere Verunglimpfungen zu verhindern.