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Honorarerhöhung für Ärzte kostet Versicherte 16 Euro zusätzlich im Jahr

Pressemitteilung von Harald Weinberg,

"Die Erhöhung der Ärztehonorare um 800 Millionen Euro bedeuten umgerechnet auf die 50 Millionen Beitragszahler einen Zusatzbeitrag von 16 Euro im Jahr. Denn die Bundesregierung hat beschlossen, dass sämtliche Kostenzuwächse nicht mehr hälftig von Arbeitgebern und Versicherten, sondern allein von den Versicherten zu tragen sind", kommentiert Harald Weinberg, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Einigung der Kassenärzte mit den Krankenkassen. Weinberg weiter:

"Glücklicherweise hat die ursprüngliche, wenn auch sicher nicht ernst gemeinte Forderung der Kassenärzte von fünf Milliarden Euro Honorarzuwachs keinen Niederschlag im Verhandlungsergebnis gefunden. Sonst wären die Kosten für die Versicherten aus dem Ruder gelaufen. Aber das ungerechte und unsinnige Finanzierungssystem, das die Bundesregierung den Kassen verordnet hat, sorgt dafür, dass sich sämtliche Erhöhungen von Honoraren über kurz oder lang in Zusatzbeiträgen niederschlagen.

Zwar können theoretisch Einnahmezuwächse bei den gesetzlich Versicherten für höhere Beiträge sorgen und so das Honorarplus kompensieren. Aber auch das nun vereinbarte relativ maßvolle Plus von 2,5 Prozent müsste durch Lohn- oder Rentensteigerungen erst einmal erreicht werden. Zudem sind durch die pharmafreundliche Politik der Bundesregierung auch in diesem Bereich Kostenzuwächse deutlich über der zu erwartenden Steigerung der Löhne und Renten zu erwarten. Unter diesen Bedingungen, welche die Bundesregierung zu verantworten hat, ist der verbleibende Verteilungsspielraum klein."

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