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Heuern und Feuern in der Wissenschaft verhindern

Pressemitteilung von Volker Schneider,

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz weitet die Möglichkeit aus, Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu befristen. Künftig reicht allein die Finanzierung über Drittmittel als Begründung aus, um wissenschaftliches und nicht-wissenschaftliches Personal in Zeitverträgen befristet zu beschäftigten. Zur heutigen Anhörung im Bundestag erklärt Volker Schneider, wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag:

Die Anhörung hat gezeigt, dass die Bundesregierung den Arbeitgebern alles recht macht, während die Beschäftigten die Unterfinanzierung der Hochschulen ausbaden sollen. Statt die Hochschulen finanziell besser auszustatten, wird auf prekäre Beschäftigung gesetzt. Die Arbeitgeber sind unfähig, vernünftige Personalentwicklungskonzepte zu erstellen. McDozentin und McSekretärin können in Zukunft beliebig geheuert und gefeuert werden.

Es besteht die Gefahr, dass der Bund hier im öffentlichen Dienst die prekäre Beschäftigung ausweitet und die Privatwirtschaft dies nachahmt. Unbefristete Beschäftigung sollte die Regel und nicht die Ausnahme sein. Schon heute arbeiten 70 Prozent aller Beschäftigten im Wissenschaftsbereich in befristeten Arbeitsverträgen. Die Argumentation von Ministerin Annette Schavan (CDU), dadurch Karriereperspektiven und attraktive Stellen für junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu schaffen, ist absurd. Es werden keine zusätzlichen Stellen geschaffen, sondern unbefristete in befristete Stellen umgewandelt. Sich von einem Zeitvertrag m nächsten zu hangeln, macht Lebens- und Familienplanung unmöglich und ist nicht attraktiv. Darum lehnt die Fraktion DIE LINKE. das Gesetz ab.

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