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Hausaufgaben in der Forschungs- und Bildungspolitik für die Bundesregierung

Pressemitteilung von Petra Sitte,

"Die Expertenkommission Forschung und Innovation stellt der Bildungs- und Forschungspolitik der Bundesregierung kein positives Zeugnis aus. Die unerledigten Aufgaben überwiegen manch gute Zensur bei weitem. Mir erscheint die Bewertung der Regierungspolitik sogar noch negativer als in den vergangenen Jahren", erklärt Petra Sitte, forschungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heute vorgestellten Gutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Die Kommission übergibt der Bundesregierung einmal jährlich Empfehlungen zur Forschung-, Bildungs- und Innovationspolitik. Sie ist mit sechs hochrangigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzt, die von der Regierung selbst ernannt werden. Petra Sitte weiter:

 

"Der Flickenteppich bei der Energieforschung ist eine Ursache für den chaotischen Verlauf der Energiewende. Die Innovationsexperten mahnen hier zu Recht mehr Koordination und Zusammenarbeit an. Das Gutachten bestätigt, dass der Ruf nach Open Access in der Wissenschaft immer lauter wird. Es geht nicht nur um ein Zweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler, sondern sogar um eine Pflicht zur offenen digitalen Publikation – diese Forderung findet unsere Unterstützung. Der Entwurf des Justizministeriums zum Thema sollte schnell in den Bundestag eingebracht werden. Mit der Forderung nach Quoten in Führungsgremien von Wissenschaft und Wirtschaft hilft die Kommission der zögerlichen Gleichstellungspolitik von Schwarz-Gelb auf die Sprünge. Die Gleichberechtigung von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch eine der Qualität. Deutschland gehört hier zu den rückständigsten Ländern in Europa und zeigt wenig Innovationsbereitschaft."

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