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Hamburg braucht die Primarschule

Pressemitteilung von Rosemarie Hein,

"Längeres gemeinsames Lernen erhöht nachweislich die Bildungschancen aller Schülerinnen und Schülern. Deshalb hoffe ich, das die Hamburgerinnen und Hamburger am kommenden Sonntag das Volksbegehren ‚Wir wollen lernen!’ ablehnen und sich damit für die Schaffung der Primarschule in Hamburg aussprechen", erklärt Rosemarie Hein, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für allgemeine Bildung, vor dem Hamburger Volksentscheid zur Schulpolitik am 18. Juli. Hein weiter:

"Es geht um gleiche Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler. Der Vorschlag der Hamburger Senatsverwaltung, gegen den sich das Volksbegehren richtet, ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Initiatoren des Volksbegehrens wollen dagegen erreichen, dass Kinder aus gut situierten Elternhäusern beim Lernen unter sich bleiben. Aber alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von sozialer Herkunft, wollen gut lernen. Und dafür ist der Vorschlag des Senats besser geeignet als der des Volksbegehrens.

Die Bedeutung des Volksentscheids reicht weit über Hamburg hinaus. Die Abstimmung kann das Signal für einen bildungspolitischen Richtungswechsel sein, weg von der Dominanz der Interessen einzelner Elterngruppen, hin zu einer Schule, die versucht, allen Schülerinnen und Schülern gute Startchancen zu verschaffen. In jenen Bundesländern, in denen es ebenfalls Ansätze zu einer grundlegende Bildungsreform gibt wie in Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen, wird man das Ergebnis des Volksentscheids aufmerksam registrieren."

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