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Gute Arbeit und Perspektiven für Langzeiterwerbslose schaffen

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

"Die Forderung von Arbeitgebervertretern und Union, die Dokumentationspflicht beim Mindestlohn aufzuweichen, ist strikt zurückzuweisen. Die neuesten Zahlen zeigen, dass der Mindestlohn ein wichtiger Schritt zur Neuordnung des Arbeitsmarktes ist. Für viele Menschen ist aber auch dieser Mindestlohn von 8,50 Euro einfach zu wenig. Altersarmut ist hier vorprogrammiert. Der Mindestlohn muss schnellstmöglich auf 10 Euro pro Stunde angehoben werden und er muss ohne Ausnahmen gelten", erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. Zimmermann weiter:

"Teilzeitbeschäftigung wächst immer noch stärker als Vollzeitbeschäftigung. Fünf Millionen Menschen haben ausschließlich einen Minijob. Der Mindestlohn allein reicht deshalb nicht aus, um Arbeit wieder existenzsichernd zu machen. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass das unbefristete Vollzeitarbeitsverhältnis wieder zur Regel wird.

Auch der aktuelle Arbeitsmarktbericht zeigt, dass es praktisch keine Verbesserungen für Langzeiterwerbslose gibt. Deren Anzahl ist mit 1.074.000 auf hohem Niveau stabil. Von der Bundesregierung gibt es keine echten Bemühungen, die Chancen dieser Menschen zu verbessern. Alle Initiativen zum Abbau der Langzeiterwerbslosigkeit sind der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, da nur ein Bruchteil der Betroffenen gefördert werden kann. Die gewaltigen Einsparungen der letzten Jahre bei der Arbeitsmarktpolitik werden fortgesetzt – zu Lasten der Erwerbslosen. Diese Kahlschlagpolitik muss ein Ende haben. Erwerbslose dürfen nicht ihrem Schicksal überlassen werden.

Das A und O am Arbeitsmarkt ist eine gute Qualifizierung, ungezählte Studien bestätigen dies. Dafür muss aber mehr Geld für Weiterbildung zur Verfügung gestellt werden. Zudem fordern wir die Schaffung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors. Wer wie die Bundesregierung hofft, dass sich die Arbeitslosigkeit von selbst erledigt, unterliegt einem Trugschluss."

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