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Grüne Gentechnik bleibt Streitfall

Pressemitteilung von Petra Sitte,

Anlässlich des Öffentlichen Fachgespräches ´Zukunftspotenziale der Grünen Gentechnik - transgene Pflanzen der 2. und 3. Generation` am 22. Juni 2006 erklärt die Sprecherin für Forschung und Technologie der Fraktion DIE LINKE. Petra Sitte:

Der vom Büro für Technikfolgeabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) vorgelegte Bericht hat detailliert die ökonomischen, ökologischen und sicherheitsrelevanten Auswirkungen der neuen Generationen transgener Pflanzen mit geänderten Nutzungs- und Qualitätseigenschaften untersucht.

Es ist ein wichtiger Bericht, weil er Aufklärung über tatsächliche Erkenntnisfortschritte in den Anwendungsfeldern Functional Food, industrielle Stoffe und Pharmazeutika gibt. Gemeinsam ist laut Bericht allen Forschungsfeldern, dass sie sich noch in einem Frühstadium befinden. Vor diesem Hintergrund lässt sich objektiv weder eine positive noch eine negative abschließende Bewertung über den Nutzen und die Nutzung derartiger transgener Pflanzen geben.

Klar ist jedoch, dass die heutigen Ergebnisse deutlich hinter früheren Erwartungen zurück bleiben. Es besteht keinerlei Anlass zu euphorischer Grundstimmung über Chancen. Mancher Entwicklungsansatz mit transgenen Pflanzen wird überhaupt nur interessant, wenn ein gravierend verschlechtertes Umfeld unterstellt wird.

Klar ist auch, die Komplexität der Eingriffe und ihre möglichen Folgen verlangen, Sicherheitsforschung nicht mehr nur als Begleit-, sondern vor allem als ´Voraussetzungsforschung` zu konzipieren.
Der Bericht sollte in eine umfassende gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Debatte mit Wissensvermittlung und Kompetenzbildung einfließen.

Der Vorschlag, einen ´Fortschrittsbericht der Bundesregierung zum Stand öffentlich finanzierter Aktivitäten im Zusammenhang von Erforschung, Zulassung, Anbau und Vermarktung von gentechnisch veränderten Pflanzen` zu erstellen, wird ausdrücklich unterstützt.

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