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Grubes Erfolgsmeldungen wirken absurd

Pressemitteilung von Sabine Leidig,

„Die Halbjahresbilanz von Bahn-Chef Grube entlarvt die ganze Betriebswirtschaftlerei. Dabei stehen nicht die Qualität des Bahnangebotes, wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Zufriedenheit der Reisenden, sondern Gewinne, die auf Kosten der Qualität aus dem Unternehmen gepresst werden, im Mittelpunkt der Betrachtungen“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heute veröffentlichten Halbjahresbilanz der Deutschen Bahn AG. Leidig weiter:

„Kaum hat die sommerliche Pannenserie mit den Klimaanlagen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, kommt Grube mit einem glänzenden Halbjahresbericht, der die winterliche Pannenserie als vorübergehende Störung der ansonsten erfolgreichen Bilanz herunterspielt. Aber Grubes Erfolgsmeldungen stehen auf tönernen Füßen. Die Infrastruktur ist völlig vernachlässigt. Bei der Wartung, Instandhaltung, Anschaffungen und Personalausstattung wurde mit immer neuen ‚Qualitätsprogrammen’ gespart, damit weitere Gewinne ausgewiesen werden können. So beklagt der Bundesrechnungshof 1,5 Milliarden Euro fehlende Investitionen in den vergangenen 5 Jahren.

Statt in die Bahn zu investieren, sollen jetzt auch noch 2,5 Milliarden Euro für den Kauf von Arriva ausgegeben werden, um den erfolgreichen Regionalbahnen Konkurrenz zu machen.

DIE LINKE fordert daher, den Arriva-Deal abzusagen, das überflüssige Megaprojekt Stuttgart21, samt Neubaustrecke Ulm-Wendlingen aufzugeben und statt dessen ein umfassendes Schieneninvestitionsprogramm aufzulegen, damit endlich Schluss ist mit Weichen- und Stellwerksstörungen, defekten Triebfahrzeugen, Verspätungen, kaputten Klimaanlagen, Bremsen und anderen Mängeln.

Wer so weiter fährt, bereitet das nächste Desaster vor und macht sich so der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig.“

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