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Greenpeace-Aktenfunde zu Erdgas in Gorleben bestätigen LINKE

Pressemitteilung von Dorothée Menzner,

„Die Gasfunde sind für Gorleben das Aus. Es macht keinen Sinn weiter zu erkunden. Die zahlreichen Hinweise auf großflächige Gasvorkommen sprechen eine eindeutige Sprache. Ein Endlager für hochradioaktive, wärmeentwickelnde Abfälle ist auf einem Gasfeld undenkbar. Das Gas bringt Gorleben endgültig zu Fall“, so Dorothée Menzner zu den Aktenfunden der Umweltorganisation Greenpeace, die wie schon von der LINKEN im September vorgelegte alte DDR-Bohrakten auf brisante Erdgasvorkommen im und unter dem Salzstock Gorleben hinweisen. „Die Greenpeace-Akten ergänzen unsere Aktenfunde aus der DDR-Zeit. So fügt sich ein Puzzle zusammen. Wir haben jetzt eine Vielzahl von eindeutigen Hinweisen auf Erdgas unterhalb des geplanten Endlagers.“ Die energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Aktenfunde von Greenpeace legen nun das Augenmerk auf die Gasaustritte während der Schachtvorbohrungen und die Gasvorkommen am Erkundungsbereich. Es handelt sich um Gas derselben Zusammensetzung wie das in großer Tiefe. Der Geologe Ulrich Schneider berichtet nun, dass auf der gesamten Fläche zwischen Rambow und Wustrow Gas großflächig verbreitet ist. Dafür gebe es eindeutige Indikatoren.

Wir wissen jetzt, dass 1983 das Gasrisiko heruntergespielt wurde. Die brisanten Ergebnisse hat man im PTB-Zwischenbericht vorenthalten. Damit ist auch die Kabinettsentscheidung 1983 zur untertägigen Erkundung unter falschen Voraussetzungen zustande gekommen. Hätten die verantwortlichen Stellen wie BGR, PTB und DBE über das Gasrisiko die Wahrheit gesagt, wäre es nie zu der Aussage gekommen, Gorleben sei ‚eignungshöffig‘. Die von CDU/CSU und FDP wieder in Gang gesetzte Erkundung von Gorleben muss sofort gestoppt und der Endlagerplan an diesem Standort ein für allemal beerdigt werden.“

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