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Globalisierter Weltagrarhandel ist keine Lösung - er ist Teil des Problems

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Hunger ist nach wie vor in vielen Teilen der Welt eine inakzeptable Realität. Nach den ersten Statements von Staatchefs wird deutlich, dass hier große Einigkeit in der Beschreibung der globalen Probleme und Zukunftsrisiken besteht“, so Kirsten Tackmann zum Welternährungsgipfel der FAO in Rom. Die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Mitglied der Deutschen Delegation erklärt weiter:

„Jedoch zeigt sich, dass im Kampf gegen steigende Lebensmittelpreise und Klimawandel, in der Benennung der Ursachen und Lösungen weiterhin große Unterschiede bestehen.

DIE LINKE bleibt dabei: Gesunde Nahrung ist ein Menschenrecht. Hunger hat viele Ursachen. Vor allem die ungleiche Verteilung der Nahrungsmittel, die durch den globalisierten Weltmarkt nach WTO-Doktrin noch verstärkt wird. Kriege und regionale Konflikte verhindern die Selbstversorgung von Regionen. Bäuerinnen und Bauern fehlt der Zugang zu Boden, Saatgut, Düngemittel und Wasser. Bodenspekulation, Patenrechte und die fortschreitende Gentechnik verstärken diese negativen Effekte.

DIE LINKE fordert zur Lösung der Probleme klare Bekenntnisse zum Leitbild einer nachhaltigen, multifunktionalen Landwirtschaft, die Nahrung, Futter und Energie sichert und zur Versorgungssouveränität mit Grundnahrungsmitteln in allen Regionen weltweit. Zudem müssen die lokalen landwirtschaftlichen Akteurinnen und Akteure gestärkt werden.

Letztlich dürfen die Industriestaaten nicht auf Kosten der anderen Weltregionen leben - weder bei Lebensmitteln, noch Futtermitteln oder Biokraftstoffe. Ein deregulierter weltweiter Handel wird das Problem nicht lösen.“

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