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Gesetzlich verbindliche Regeln statt weiteres Warten auf warme Worte

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Die Zeit für freiwillige Selbstverpflichtungen und wohlklingende Schaufensterinitiativen sind vorbei. Auch deutsche Textilunternehmen haben bisher völlig versagt, was ihre Verantwortung für die Näherinnen und Näher in Asien angeht,“ erklärt Niema Movassat, Entwicklungspolitiker der Fraktion DIE LINKE, zur heutigen Pressekonferenz des Modeverbands GermanFashion über die Zustände in den Beschaffungsländern. Movassat weiter:

„Auch im Fall der Entschädigungszahlungen an die Opfer des Fabrikeinsturzes Rana Plaza verfolgen Branchengrößen wie Adler Mode, KIK und NKD wieder einmal eine Strategie des Verzögerns, Abwiegelns und Wegduckens. Nach all den eklatanten Missständen der letzten Jahre können sich jetzt gerade einmal ein
Drittel der 360 deutschen Bekleidungshersteller zu einer Überprüfung ihrer Produzenten durch unabhängige Organisationen durchringen.

Das macht deutlich: Wir brauchen endlich eine klare Gesetzeslage, die auch im Ausland agierende deutsche Unternehmen zur Durchsetzung sozialer, ökologischer und arbeitsrechtlicher Mindeststandards in ihrer Produktionskette verpflichtet. Profitmaximierung darf nicht länger Vorrang haben vor der Menschenwürde der Arbeiterinnen und Arbeiter.“

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