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Gerster und die gelbe Gewerkschaft

Pressemitteilung von Werner Dreibus,

Zur angekündigten Gründung einer gelben Gewerkschaft für Briefzusteller erklärt Werner Dreibus, stellvertretender Vorsitzender und gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:

Dass der Arbeitgeberverband "Neue Brief- und Zustelldienste" jetzt eine gelbe Gewerkschaft für Briefzusteller gründen will, ist ein Skandal. Hier werden demokratische Grundprinzipien auf das Schwerste verletzt.

Eine solche Pseudo-Gewerkschaft ist völlig überflüssig. Ver.di bietet den Beschäftigten von PIN, TNT und anderen die Möglichkeit, sich zu organisieren. Ver.di hat darüber hinaus einen gültigen Tarifvertrag vorgelegt, um einen Mindestlohn in der Branche einzuführen. Die Interessenlage des Konkurrenzverbands unter dem ehemaligen Chef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, ist klar: Dumpinglöhne durchsetzen und weiter satte Gewinne für die eigene Tasche erzielen.

Was von Gerster heute scheinheilig in der Presse angekündigt wurde, ist längst vorbereitet. In Köln sind bereits Büroräume angemietet, das Namensschild hängt an der Tür der Universitätsstrasse 71. Es ist kaum davon auszugehen, dass die Beschäftigten von PIN und TNT die Räume mit ihren 6 Euro Stundenlohn angemietet haben.

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