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Geldstrafen für Eltern komatrinkender Kinder realitätsfern

Pressemitteilung von Martina Bunge,

"Jens Spahn ist mit seiner Forderung völlig realitätsfern. Damit geht er seiner Vorliebe für populistische Schnellschüsse nach, mit der er wohl in die Medien, nicht aber zu vernünftigen Lösungen kommt", sagt Martina Bunge zur Forderung des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion nach Beteiligung der Eltern an den Behandlungskosten bei komatrinkenden Kindern. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

 

"Herr Spahn unterstellt, dass Eltern, deren Kinder exzessiv Alkohol trinken, ihre Aufsichtspflicht vernachlässigen und dieser eher nachkommen würden, wenn eine Geldstrafe droht. Als ob es Eltern ansonsten egal wäre, dass ihre Kinder wegen Alkohol ins Krankenhaus kommen. Statt solch abwegige Theorien aufzustellen, sollte die CDU/CSU endlich aufhören, eine vernünftige Präventionspolitik zu verhindern. Derzeit kursiert ein Referentenentwurf der Bundesregierung, der von progressiven Gesundheitswissenschaftlern kritisiert bis belächelt wird und eher ein Präventionsverhinderungsgesetz ist. Statt Alkoholwerbung zu verbieten, paktiert die Regierung mit der Alkoholindustrie bei unwirksamen Alkoholkampagnen. Gerade Politiker der CDU/CSU werden zudem nicht müde, Alkohol zu verharmlosen. Für die eigene Verweigerung politischen Handelns nun die Eltern büßen lassen zu wollen, ist üble Stimmungsmache und plumpes Ablenkungsmanöver."

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