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Gabriel trägt Verantwortung für AKW-Störfall in Krümmel

Pressemitteilung von Hans-Kurt Hill,

"Es ist ein Skandal, dass Bundesumweltminister Gabriel die Zuverlässigkeitsprüfung des AKW-Betreibers Vattenfall jetzt auch noch der Landesatomaufsicht in Kiel überlässt, obwohl die Landesregierung in Schleswig-Holstein derzeit weitgehend handlungsunfähig ist", erklärt Hans-Kurt Hill anlässlich der Sondersitzung des Bundestags-Umweltausschusses zu Pannen im Atomkraftwerk Krümmel und der Bewertung des Verhaltens von Vattenfall in diesem Zusammenhang. Der energiepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Die Verantwortung für die gefährlichen Störfälle im Atomkraftwerk Krümmel liegt beim Bundesumweltminister. Auch wenn der oberste Atomaufseher die Schuld allen anderen Beteiligten zuschiebt: Am Ende ist es das Versagen der Person Sigmar Gabriel.

Die Frage ist, warum Minister Gabriel vorgibt, von den Missständen und Schlampereien beim Wiederanfahren von Krümmel nichts gewusst zu haben. Denn die Defizite waren offensichtlich: Metallspäne verunreinigten den Reaktorinnenraum, Brennstäbe ließen sich nicht einwandfrei fahren und vorgeschriebene Prüfungen an den Transformatoren wurden nicht durchgeführt. Auch wehrte sich Vattenfall rechtlich gegen den Betrieb eines Überwachungssystems. Spätestens hier hätte der Bundesumweltminister das Heft in die Hand nehmen müssen.

DIE LINKE fordert den Bundesumweltminister auf, noch vor der Bundestagswahl einen vollständigen und umfassenden Bericht zum Zustand der Atomreaktoren in Deutschland vorzulegen. Lange angekündigte neue Sicherheitsnormen sind sofort und für alle Anlagen verbindlich zu machen. Das Fazit muss heißen: Raus aus der unbeherrschbaren Atomenergie."

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