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G8 versagt bei Energie-Krise

Pressemitteilung von Hans-Kurt Hill,

Zur Energiestrategie der G8-Staaten in St. Petersburg erklärt Hans-Kurt Hill, energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.:

Der Energie-Aktionsplan setzt aufs falsche Pferd. Wer nach mehr Öl, Gas und Uran verlangt, stellt Eigeninteressen vor die weltweite Energiesicherheit. Das Treffen der sieben größten Industrie-Nationen und Russland ist nicht geeignet, die drängenden Energie-Probleme zu lösen. Konflikte entschärft man nicht, indem man weiter Öl ins Feuer kippt.

DIE LINKE. fordert Maßnahmen zu ergreifen, um den Energieverbrauch weltweit zu senken. Investitionen für Schwellen- und Entwicklungsländer müssen massiv in Energieeffizienz und erneuerbare Energien getätigt werden. Der Energiehunger der Welt muss gestoppt werden, statt „Billionen Dollar“ in das Ausbeuten der letzten fossilen Energie-Ressourcen zu stecken.

In der Atom-Politik hat Bundeskanzlerin Merkel als Teilnehmerin des G8-Gipfels versagt. Eine Regierungschefin, deren Land aus guten Gründen von der unbeherrschbaren Atomtechnik abstand nimmt, muss hier deutlich Stellung beziehen. Der internationale Handel mit Nuklearbrennstoffen und eine weltweite Verbreitung der Atomenergie sind ein gefährliches Spiel.

Das Verfrachten von Nuklearmaterial rund um den Globus liefert neue Ziele für den internationalen Terror. Selbst ein massiver Ausbau der Atomenergie kann die Energie-Probleme der Welt nicht lösen. Die Gefahren von Reaktorunfällen und militärischem Missbrauch würden sich aber potenzieren.

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