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Freiheit für Bradley Manning

Pressemitteilung von Karin Binder,

„Bradley Manning ist kein Verbrecher. Der Schuldspruch gegen den Whistleblower Bradley Manning widerspricht jeglichem demokratischen Verständnis. Bereits die Inhaftierung mit Erniedrigung und Folterung des ehemaligen US-Soldaten ist ein massiver Verstoß gegen die UN-Menschenrechtskonvention", erklärt Karin Binder, Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Schuldspruchs eines US-Militärgerichts in 19 von 21 Anklagepunkten gegen Bradley Manning. Binder weiter:

 

„Manning hatte der Enthüllungsplattform ‚WikiLeaks‘ als ‚Whistleblower‘ Videos und Dokumente zugespielt, auf denen u.a. jener Videomitschnitt des weltweit bekannt gewordenen US-Hubschrauberangriffs von 2007 auf Bagdad zu sehen ist. Bei dem Einsatz schoss die Besatzung gezielt auf Zivilisten und zwei Journalisten. Insgesamt zwölf Personen fielen dem Luftangriff zum Opfer. Er hat die erschreckende Brutalität des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak weltweit für viele Menschen sichtbar gemacht. In der Öffentlichkeit lösten besonders die Kommentare der Kampfhubschrauber-Piloten Empörung aus, die den Vorfall mit ‚Sieh dir diese toten Bastarde an‘ kommentierte, während ihm ein anderer Funkteilnehmer zu den ‚guten Schüssen‘ gratulierte.Damit hätte Bradley Manning im Gegensatz zu US-Präsident Barack Obama den Friedensnobelpreis wirklich verdient. Ich fordere die deutsche Bundesregierung auf, umgehend bei der US-Regierung gegen die Verurteilung Mannings zu protestieren und sich für dessen Rehabilitierung und Haftentlassung einzusetzen.“