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"Forschungsprämie" für Hochschulen nur clever mit ´Innovationsprämie` für kleine und mittelständische Unternehmen"

Pressemitteilung von Petra Sitte,

Zum Vorschlag von Bundesforschungsministerin Annette Schavan, eine ´Forschungsprämie` einzuführen, erklärt Petra Sitte, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. für Forschung und Technologie:

Der Vorschlag zur Einführung einer ´Forschungsprämie` wird von der Linksfraktion grundsätzlich begrüßt, denn sie kann in der Tat Anreize für eine innovative Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Betrieben schaffen. Hochschulen sollen künftig eine Prämie in Höhe von 25 Prozent des Auftragsvolumens bekommen, das aus Forschungsaufträgen kleiner und mittelständischer Unternehmen resultiert.

25 Prozent zusätzliche Mittel aus diesen Forschungsaufträgen können weiterführend auch eine gute Ergänzung der Drittmitteleinnahmen für Hochschul- und Forschungseinrichtungen sein. Es bleibt offensichtlich den Einrichtungen überlassen, ob sie diese 25 Prozent zur Ergänzung des Forschungsauftrages mit dem jeweiligen kleinen oder mittelständischen Unternehmen einsetzen oder ob sie damit anderweitige Aufwendungen finanzieren.

Diese Forschungsprämie ist nur dann clever, wenn sie durch eine adäquate Innovationsprämie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für kleine und mittelständische Betriebe ergänzt wird. Den kleinen und mittelständischen Unternehmen mit ihrer meist außerordentlich schwachen Eigenkapitalausstattung fehlen vor allem die finanziellen Voraussetzungen, um Forschungsaufträge auszulösen. Also würden sie durch eine vergleichbare ´Innovationsprämie` ebenfalls zusätzlichen Anreiz für eine Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen finden.

Nicht zuletzt ist es dringend notwendig, die Förderkette fortzusetzen. Fakt ist, dass viele Forschungsergebnisse nicht zur Anwendung kommen, weil die Mittel zur Umsetzung in ein Produkt, zur Produktion selbst und erst recht zur Markteinführung und Etablierung fehlen. Wenn die Bundesregierung ihre High-Tech-Strategie auf lange Sicht erfolgreich verfolgen will, müssen solche Ansätze weitergedacht werden.

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