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Förderprogramme für Frauen in Wissenschaft und Lehre ausbauen

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Zahlen zu Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen 2005 durch das Statistische Bundesamt, fordert Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., die erfolgreichen Hochschul- und Wissenschaftsprogramme insbesondere im Bereich der Chancengleichheit für Frauen fortzusetzen:

„Der Bund stellt bisher jährlich 69 Millionen Euro für Hochschul- und Wissenschaftsprogramme zur Verfügung. Ein wesentlicher Teil wird für Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Wissenschaft und Lehre eingesetzt. Wie die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen belegen, offensichtlich mit Erfolg: Die Ungleichheit beim Masterabschluss zwischen Frauen und Männern hat sich verringert. Während Frauen 2004 mit nur 36 Prozent bei den Masterabschlüssen noch deutlich unterrepräsentiert waren, konnte ihr Anteil im letzten Jahr auf immerhin 40 Prozent gesteigert werden.

Niemand kann sich jetzt allerdings zurück lehnen: Schließlich beenden Frauen ihr Studium nach wie vor überproportional häufig bereits nach dem Bachelor. Eine wissenschaftliche Karriere bleibt ihnen dann verwehrt. Der Anteil der Frauen bei Promotionen liegt bei nur 39 Prozent. Noch dramatischer wird ihr Anteil unter den Habilitationen.

Die Bundesregierung sieht angesichts dieser Probleme offensichtlich keinen Handlungsbedarf: Sie will den Titel für die Hochschul- und Wissenschaftsprogramme im Haushaltentwurf 2007 komplett streichen. Damit wäre eine erfolgreiche Fortsetzung der Programme in Frage gestellt. Geschlechtspezifische Ungleichheit in Wissenschaft und Lehre würde sich verschärfen. Schließlich zeichnet sich bereits ab, dass die Länder die damit wegfallenden Mittel nicht kompensieren könnten.

Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, den Haushaltsentwurf 2007 zu ändern, die HWP-Programme auszuweiten und so die Fortsetzung gleichstellungspolitischer Aktivitäten an den Hochschulen sicher zu stellen.

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