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Fehlende Vollzeitjobs trüben Arbeitsmarktstatistik

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

„Das hochgelobte Wunder auf dem Arbeitmarkt beruht bisher auf dem Boom von Billigjobs wie Leiharbeit und bestimmter Teilzeitarbeit. Der sinkenden Arbeitslosigkeit steht eine steigende Zahl von Niedriglohnarbeitsplätzen gegenüber. Der Vergleich zum Anfang der 90er Jahre hinkt. Damals gab es über zwei Millionen mehr reguläre Vollzeitjobs. Diese fehlen heute“, erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Sabine Zimmermann, zur Bekanntgabe der neuen Arbeitslosenzahlen. Zimmermann weiter:

„Es ist bedenklich, wenn mit steigender Erwerbstätigkeit die Zahl der Aufstocker Monat für Monat neue Rekorde erreicht. Das ist nicht zu akzeptieren. Ein Aufschwung für alle erfordert einen arbeitsmarktpolitischen Kurswechsel: Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn muss eingeführt, Leiharbeit eingedämmt und die Hartz-IV-Regelsätze deutlich erhöht werden.

Wenn die Bundesregierung mit ihrem Sparpaket an sinnvollen Weiterbildungsmaßnahmen und Projekten öffentlich geförderter Beschäftigung kürzt, leistet sie der weiteren Ausbreitung atypischer Beschäftigung Vorschub. Die Kürzungen bei der Qualifizierung widersprechen auch den Ankündigungen der Bundesregierung, den von ihr beklagten Fachkräftemangel zu bekämpfen.“

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