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Fatale Fehlentscheidung

Pressemitteilung von Lukrezia Jochimsen,

„Es ist kaum zu glauben, aber nun soll das Freiheits- und Einheitsdenkmal tatsächlich auf dem Sockel des Wilhelminischen Nationaldenkmals auf der Schlossfreiheit errichtet werden“, kommentiert Luc Jochimsen die heutige Vorstellung des Konzepts über die Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin durch Staatsminister Bernd Neumann im Ausschuss für Kultur und Medien. Die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklärt weiter:

„Welch ein Freiheitsverständnis wird da signalisiert und welch ein Einheitsverständnis noch dazu? Ein Freiheits- und Einheitsdenkmal 2009 auf dem Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals von 1897 signalisiert eine nationalkonservative Kontinuität, die im Übrigen mit der Freiheitsbewegung der DDR-Bürgerinnen und Bürger 1989 gar nichts zu tun hat.

Von Anfang an hat sich DIE LINKE gegen ein Denkmal in Berlin und für ein Denkzeichen in Leipzig ausgesprochen. Das jetzt vorgestellte Konzept mit seinem völlig inakzeptablen Standort macht erneut deutlich, wie richtig unser Gegenvorschlag ist.

Ich schließe mich hier dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Prof. Salomon Korn, an, der in der Expertenanhörung zum Gedenkstättenkonzept am 7. November 2007 ausführte: Es kann und darf nicht sein, dass das ein nationales Denkmal nach preußischem Vorbild wird. So wird es nicht gehen und das ist auch des Themas völlig unangemessen.“

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