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Ex-Umweltminister Gabriel plant Einfallstor für Gas-Fracking

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

“Mit dem neuen Fracking-Gesetz schafft das SPD-geführte Wirtschaftsministerium eine butterweiche Regelung zur Förderung unkonventionellen Gases - das erste Einfallstor für die hochumstrittene Fördermethode. Als ehemaliger Umweltminister sollte Sigmar Gabriel wissen, dass er mit seinem Vorhaben nur den Energiekonzernen einen Gefallen tut“, so Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur Ankündigung der Bundesregierung bis zum Sommer ein Fracking-Gesetz auf den Weg zu bringen. Bulling-Schröter weiter:

„In Deutschland hat längst ein Wettlauf um neue Erdgasquellen begonnen. Energiekonzerne wie Exxon, Wintershall, RWE Dea und BNK Petroleum haben große Landstriche zur Fracking-Förderung unkonventionellen Erdgas abgesteckt. Diese Gasvorkommen – Schiefergas, Kohleflözgas und Tight Gas – sind im Gegensatz zu konventionellem Erdgas im Gestein eingeschlossen. Dass die mit giftigen Chemikalien versetzte Flüssigkeit unter hohem Druck in die Tiefe gepumpt wird, um das gastragende Gestein aufzubrechen, stellt für Mensch und Umwelt ein unabschätzbares Risiko dar. In den USA ist es bereits zu Unfällen wie Trinkwasservergiftungen, Explosionen und Erdstößen gekommen.

„Für DIE LINKE ist klar, dass es nicht zu einer schleichenden Einführung von Fracking kommen darf. Statt eines Moratoriums von Fracking auf Zeit, fordert DIE LINKE seit langem ein gesetzliches Verbot. Statt neuer Investitionen in den fossilen und klimaschädlichen Brennstoff Gas sollte die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter vorantreiben, statt der Energiewende, wie durch die jüngste Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) geplant, Knüppel in die Beine zu werfen.“

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