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"Es geht um mehr als 500 Euro!"

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Nele Hirsch erklärt zu der am Donnerstag in Frankfurt/M. stattfindenden bundesweiten Demonstration gegen Studiengebühren:

Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Gewerkschafterinnen und Gewerkschaften rufen für Donnerstag zu einer bundesweiten Demonstration nach Frankfurt auf. Gemeinsam wollen sie zeigen, dass sie nicht gewillt sind, die Einführung von Gebühren in Hessen und anderswo stillschweigend hinzunehmen. Zum Sternmarsch werden mehrere tausend Menschen aus der gesamten Bundesrepublik erwartet, um gegen die zunehmende soziale Selektion im Bildungssystem zu demonstrieren. Die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag unterstützt die Forderungen und Ziele des Bündnisses. Wir rufen zur Beteiligung an der Demonstration auf. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, die unsoziale Politik in Bund und Ländern zu stoppen. Die bildungs- und sozialpolitischen Proteste - unter anderem in Frankreich, Chile oder Griechenland - haben eindrucksvoll bewiesen, wie schlagkräftig und durchsetzungsstark außerparlamentarischer Protest und Widerstand sein kann.

Die Privatisierung von Bildungskosten befördert bestehende Bildungsprivilegien, anstatt den Zugang zu Bildung zu öffnen. Schließlich sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse in der Gesellschaft sehr ungleich verteilt. Egal ob es sich um allgemeine Erststudiumsgebühren, Studienkonten oder so genannte Langzeitgebühren handelt, sie alle gehen auf Kosten derjenigen, die schon heute nur mit größter Mühe an die Hochschulen kommen. Die Fraktion DIE LINKE. lehnt Studiengebühren deshalb in jeglicher Form ab. Sie fordert außerdem gebührenfreie Kita-Plätze und die Lernmittelfreiheit an Schulen. Der Grundsatz der Unentgeltlichkeit von Bildung muss in allen Bildungereichen verteidigt bzw. zurück erobert werden.

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