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Erst Gutachten lässt Ministerin Schröder Zeitmangel in Familien erkennen

Pressemitteilung von Jörn Wunderlich,

„Familienministerin Schröder weist jede familienpolitische Verantwortung von sich und delegiert sie an die Betroffenen“, kommentiert Jörn Wunderlich, familienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Übergabe des Sachverständigengutachten einer unabhängigen Wissenschaftskommission zum 8. Familienbericht an Familienministerin Kristina Schröder. Wunderlich weiter:

„Ministerin Schröder muss erst eine Kommission einsetzen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass Familien auch unter einem Zeitmangel leiden. Und nun besitzt sie auch noch die Unverschämtheit, den Betroffenen ins Gesicht zu sagen, dass Zeitknappheit ein größeres Problem sei als Geldmangel und Armut in den Familien. Zweifelsfrei ist Zeitknappheit ein Problem, aber weder der in Auftrag gegebene Bericht noch Ministerin Schröder bieten dafür passable Lösungen an. Diese sollen die betroffenen Familien in den Kommunen und an ihren Arbeitsstellen selber finden und ansonsten auf ihre Verwandtschaft zurückgreifen. Das Ganze verkauft Frau Schröder dann als Einstieg in eine Zeitpolitik für Familien.

DIE LINKE hat gestern in erster Lesung im Bundestag ihre Vorstellung für eine moderne und zukunftsweisende Familienpolitik vorgestellt. Zeitautonomie, Arbeitszeitverkürzung, das Recht auf Teilzeitarbeit, inklusive einem Rückkehrrecht sowie den Ausbau einer unterstützenden Infrastruktur für Familien bei gleichzeitiger sozialer Absicherung, verbunden mit einem modernen Familienbegriff halten wir dem konzeptlosen und auf individualisierte Problemlösungen reduzierten Handeln der Bundesregierung entgegen.“

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