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Erklärung von Roland Claus nach Einsicht in die Unterlagen aus der so genannten "Rosenholz"-Datei:

Pressemitteilung von Roland Claus,

Nach meiner Einsicht am 07.04.2006 kann ich bestätigen, was ich schon immer diesbezüglich öffentlich erklärt habe:

Meine Kontakte zu MfS-Mitarbeitern verliefen im Rahmen offizieller dienstlicher Kontakte in meinen verschiedenen FDJ-Funktionen zwischen 1976 und 1989. Eine Tätigkeit für die HVA des MfS habe ich weder angestrebt noch ausgeführt. Die Akte besteht aus Darstellungen über meine Person. Es gibt keinerlei von mir angefertigte oder gezeichnete Schriftstücke.

Vorwiegend wird meine Arbeit als FDJ-Sekretär an der Technischen Hochschule Merseburg eingeschätzt. Sinn und Zweck der angelegten Akte erschließen sich für mich nicht. Teile meiner politischen und persönlichen Biografie sind richtig, andere sind falsch wiedergegeben. Darunter z. B.:

• Ich war an der Hochschule, entgegen der Karteikarte, nicht als Assistent tätig.

• Die Hochschule hieß schon lange nicht mehr "THC Chemie", wie dort berichtet wird.

• Entgegen dem dortigen Bericht, bin ich zu keinem Zeitpunkt vor Ende 1989, also auch nicht 1985, in eine hauptamtliche SED-Funktion eingetreten. Selbst ehrenamtliches Mitglied des Sekretariats der SED-Bezirksleitung wurde ich nicht 1985, sondern 1983.

• Als NSW-Reisekader war ich, entgegen dem Bericht, nicht tätig. Lediglich 1983 war ich mit "Jugendtourist" in Hamburg (keine Reisekadertätigkeit). So falsch wie diese Behauptungen sind auch andere.

Es bleibt dabei, dass ich zu keinem Zeitpunkt als IM der Staatssicherheit tätig war. Roland Claus

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