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Entgeltdiskrimminierung von Frauen wird weiter ignoriert

Pressemitteilung von Yvonne Ploetz,

"Der Grundsatz 'Gleicher Lohn für gleich Arbeit' wird seit Jahren von den verantwortlichen Frauenministerinnen ignoriert. Die Entgeltdiskriminierung von Frauen liegt in Deutschland konstant auf einem hohen Niveau. Im Durchschnitt erhalten Frauen hierzulande rund 22 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen für die gleiche Tätigkeit, bei gleicher Qualifikation, am gleichen Arbeitsplatz. Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit muss endlich beseitigt werden", erklärt Yvonne Ploetz, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion von DIE LINKE, zu den neuesten Zahlen des Statistischem Bundesamtes zur Entgeltdiskriminierung von Frauen. Ploetz weiter:

"Ausgerechnet die zuständige Frauenministerin Kristina Schröder schiebt die Verantwortung auf die Frauen selbst ab. Sie würden die falsche Lebensentscheidung treffen, es müsse den weiblichen Beschäftigten gelingen, typische Frauenberufe zu überwinden, findet Schröder. Die Annahme, eine Abwanderung in Männerberufe trage zur Schließlung der Lohnlücke bei, ist jedoch völlig weltfremd. Die Lohndiskriminierung findet vor allem auch in typischen Männerberufen und in den Führungsetagen statt. Im Handwerk ist der Lohnunterschied mit 25 Prozent überdurchschnittlich hoch, bei Technikerinnen und Technikern beträgt er sogar 30 Prozent – von Geschlechtergerechtigkeit keine Spur. Frauen in Führungspositionen erhalten ebenfalls 30 Prozent weniger als ihre männlichen Pendants. In der Wissenschaft sieht es nicht besser aus, hier beträgt der Unterschied 28 Prozent. Das sind eindeutige Belege dafür, dass die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern auf die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts zurückgehen und eben nicht nur auf die geschlechtsspezifische Berufswahl.Die Zahlen des Statistisches Bundesamtes zeigen zudem, dass die Lohndiskriminierung im Alter zunimmt: In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen ist der Lohnunterschied mit 28 Prozent am größten. Die Langzeitfolgen solch enormer Gehaltsunterschiede zeigen sich dann insbesondere auch bei den späteren Rentenansprüchen von Frauen. Letztlich wird so weibliche Altersarmut vorprogrammiert. Doch eine Genderoffensive der neoliberalen Regierung bleibt aus. Es gibt kein Regierungsprogramm oder Gesetz, das Lohndiskriminierung bestraft. Die Unterbewertung weiblicher Arbeit bleibt bei dem aktuellen Politikstil wohl leider bestehen."

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