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Elterngeld hat soziale Schieflage - DIE LINKE. fordert Nachbesserungen für Einkommensschwache und Alleinerziehende

Pressemitteilung von Jörn Wunderlich,

Jörn Wunderlich, familienpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, fordert deutliche Nachbesserungen an den Koalitionsplänen für ein Elterngeld:

Es ist schon skandalös genug, dass werdende Eltern weniger als 9 Monate vor dem geplanten Inkrafttreten des Gesetzes noch nicht wissen, welche Leistungen sie erwarten können und wo sie diese dann beantragen müssen. Aber das wenige, was bis jetzt bekannt ist, lässt mich das Schlimmste befürchten.

Während die alten Herren der Union über die "Vätermonate" streiten, plant die Regierung offenbar einen Kahlschlag bei Geringverdienern und Einkommensschwachen. Das jetzt geplante Mindestelterngeld von 300 Euro ist ja gerade mal das, was denen als Erziehungsgeld schon jetzt für maximal 24 Monate zusteht. Und wenn die schwarz-rote Koalition dieses Mindestelterngeld in Zukunft auch nur für 12 Monate auszahlen will, dann nenne ich das eine wirklich heimtückische und dreiste Kürzung um 50 Prozent. Und die trifft, wieder einmal vor allem Einkommensschwache und Alleinerziehende. Auch auf die Frage, wie eine Benachteiligung von Alleinerziehenden bei den "Vätermonaten" vermieden werden soll, bleibt die Regierung eine Antwort schuldig.

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