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Ein ordnungspolitischer Klimaturbo muss gezündet werden

Pressemitteilung von Lorenz Gösta Beutin,

„Alle Alarmglocken schrillen, aber die Feuerwehr bleibt in der Garage. Die Regierungen dieser Welt handeln beim Klimaschutz bisher nicht im Einklang mit der Wissenschaft und damit verantwortungslos und grob fahrlässig. Die Folgen des menschengemachten Klimawandels kommen wegen der interessengeleiteten Schlafwagenpolitik der Mächtigen schneller, häufiger und zerstörerischer als erwartet“, erklärt Lorenz Gösta Beutin, klima- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur heutigen Veröffentlichung des neuen Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC. Beutin weiter:

„Damit stellt der Weltklimabericht auch der Bundesregierung ein Zeugnis des Versagens aus, immerhin ist Deutschland das Land, das auf Platz vier der Länder weltweit steht, die seit der fossilen Industrialisierung am meisten vom CO2-Klimakiller in die Atmosphäre ausgestoßen haben. Das Weltklima ist nicht in Regierungsrunden verhandelbar. Die neuen Erkenntnisse übertreffen die jahrzehntelangen Warnungen der Klimawissenschaftlerinnen und Klimawissenschaftler. Die Klimakrise wird die Kluft zwischen Arm und Reich und zwischen globalem Norden und Süden weiter vertiefen. Ein Weiter-So-Tempo beim Abschied von Öl, Gas und Kohle wird die Lebensgrundlagen der Erde zerstören.

DIE LINKE im Bundestag fordert die Ausrichtung der deutschen Klimapolitik an Wissenschaft und CO2-Budgetansatz statt am Aktienkurs von VW, Lufthansa und RWE. Der Öffentlichkeit muss reiner Wein eingeschenkt werden, wieviel klimaschädliche Emissionen Deutschland im Einklang mit dem Parisabkommen noch ausstoßen darf. Damit Deutschland endlich einen fairen und sozial gerechten Beitrag zum weltweiten Klimaschutz beiträgt, muss ein ordnungspolitischer Klimaturbo gezündet werden: Kohleausstieg auf 2030 vorziehen, Gasausstiegsgesetz, Klimaneutralität 2035."

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