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Ehe für Lesben und Schwule jetzt

Pressemitteilung von Barbara Höll,

„Es ist an der Zeit, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen,“ unterstützt Barbara Höll, Sprecherin für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Fraktion DIE LINKE anlässlich des Christopher Street Days in Köln, München und Leipzig an diesem Wochenende einen entsprechenden Gesetzentwurf der Grünen. Höll weiter:

„Nachdem der deutsche Bundestag nahezu klammheimlich einstimmig beschlossen hat, die Auflage des Bundesverfassungsgericht zu erfüllen und das Transsexuellengesetz zu ändern, ist die völlige Öffnung der Ehe für alle Menschen eine logische Folge. Mit dieser Änderung des Transsexuellengesetzes ist die Ehelosigkeit nicht mehr Voraussetzung für die Anerkennung der Geschlechtsanpassung im Personenstandsrecht. Durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Mai 2008 gibt es bereits mindestens ein gleichgeschlechtliches Ehepaar - das Klägerpaar.

Damit liegt es auf der Hand, dass es widersinnig ist, an der Ehe zweiter Klasse, nämlich der eingetragenen Partnerschaft, für gleichgeschlechtlich liebende Menschen festzuhalten. Denn bislang haben Lesben und Schwule in einer eingetragenen Partnerschaft zwar die gleichen Pflichten wie Eheleute aber eben nicht die gleichen Rechte. Auf dem steinigen Weg der Rechtsangleichung sind wir zwar seit 2001 in Trippelschritten vorangekommen. Aber es bleibt noch viel zutun. Der Weg zu gleichen Rechten kann nun massiv verkürzt werden, indem die Ehe für alle geöffnet wird.“

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