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E10 abschaffen nur erster Schritt

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

„E10 zu stoppen kann nur ein erster Schritt dafür sein, endlich den ökologischen Fußabdruck Deutschlands im Ausland zu verkleinern“, erklärt Eva Bulling-Schröter, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzende des Umweltausschusses, zur aktuellen Agrosprit-Debatte:

 

„Kraft- und Treibstoffe vom Acker haben in Europa in der Regel keinen Sinn. Schon gar nicht in dem Umfang, in dem sie nach den Zielen der EU und der Bundesregierung produziert werden sollen. Die Vorgaben sind nur mit massiven Importen aus dem globalen Süden zu erfüllen. Dies aber vernichtet direkt und indirekt Tropenwälder, geht zu Lasten der menschlichen Ernährung und trägt mit dazu bei, Kleinbauen und Indigene zu vertreiben. Die Agrokraftstoffziele müssen darum drastisch reduziert werden. Stattdessen brauchen wir eine neue Verkehrspolitik mit dem Ziel einer nachhaltigen Mobilität jenseits der Ressourcen fressenden Autogesellschaft. Allenfalls eine intelligente regionale Erzeugung und Verwendung von Pflanzenölen, etwa in landwirtschaftlichen Maschinen und bei Nutzung von Reststoffen, kann positive Wirkungen auf die Umwelt haben. Biomasse hat nur dann einen Sinn, wenn sie regional nachhaltig erzeugt und genutzt wird. Dass sich nun auch andere Parteien, die Nahrungsmittelknappheit vor Augen, dieser Position nähern, ist zu begrüßen. Allerdings sollten sie insbesondere dann, wenn sie in Regierungsverantwortung sind, auch danach handeln und nicht nur reden.Eine konsequente Politik gegen den Hunger und für den Schutz der Wälder muss allerdings darüber hinaus gehen. Denn Spekulationen auf dem deregulierten Weltagrarmarkt sind genauso Ursachen für die Missstände, wie die enormen Futtermittelimporte aus dem globalen Süden.“

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