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Drogenregulierung gegen mafiöse Verkaufsstrukturen

Pressemitteilung von Frank Tempel,

"Der 'Krieg gegen die Drogen' bzw. gegen die Konsumierenden ist gescheitert. Das Drogenverbot schadet mehr als es nutzt. Nur durch eine Regulierung aller Drogen können die Mafiastrukturen ohne weitere Verluste von Menschenleben bekämpft und die freiwerdenden Gelder in die dringend notwendige Präventions- und Aufklärungsarbeit gesteckt werden. Ich hoffe, dass auf der UN-Generalversammlung zum Umgang mit dem weltweiten Drogenproblem im Jahr 2016 eine grundsätzliche Neuorientierung der Drogenpolitik eingeleitet wird", erklärt Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr am 26. Juni. Tempel weiter:

"Weltweit befindet sich die Drogenpolitik in einem massiven Umkehrungsprozess. Als erster Staat der Welt hat Uruguay den Weg zum staatlich regulierten Verkauf von Cannabis beschritten und damit den bisherigen mafiösen Verkaufsstrukturen einen harten Schlag versetzt. Gleichzeitig sind im Krieg gegen die Drogen in Mexiko mittlerweile über 50.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNDOC) bezeichnet den Kampf gegen die Drogen als nicht erfüllt und deutet eine Entkriminalisierung von Betäubungsmitteln als möglichen Lösungsansatz an."

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