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Dringend stärkeres Engagement am Arbeitsmarkt notwendig

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

"Die Anzahl der Langzeiterwerbslosen liegt noch immer bei über einer Million. Seitens der Bundesregierung gibt es keine echten Bemühungen, die Chancen für diese Menschen zu verbessern. Alle Initiativen zum Abbau der Langzeiterwerbslosigkeit greifen zu kurz, da nur ein Bruchteil der Betroffenen erreicht wird. Besonders Ältere, Menschen mit Behinderungen und Migranten haben einen enorm schweren Stand am Arbeitsmarkt. Von der vermeintlich guten Arbeitsmarktlage kommt bei ihnen nur wenig an. Die Bundesregierung muss deutlich mehr Mittel zur Förderung von Erwerbslosen zur Verfügung stellen, insbesondere für Weiterbildung. Auch ein Rechtsanspruch ist hier längst überfällig. Zudem fordern wir die Schaffung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors", erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. Zimmermann weiter:



"Auch dieser Arbeitsmarktbericht zeigt, dass viel zu viele Menschen von ihrer Arbeit nicht leben können. Noch immer beziehen 1,1 Millionen abhängig Beschäftigte ergänzende Hartz IV-Leistungen, 2,45 Millionen gehen einem Zweitjob nach, das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Um mehr Menschen aus der Niedriglohnfalle zu helfen, muss der Mindestlohn schnellstmöglich auf zehn Euro die Stunde angehoben werden und ohne Ausnahmen gelten. Teilzeitbeschäftigung und Befristungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Mindestlohn alleine reicht deshalb nicht aus, um Arbeit wieder existenzsichernd zu machen und Perspektiven zu schaffen. Dazu bedarf es unter anderem auch der Überführung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und der Abschaffung der sachgrundlosen Befristung. An der Entstehung von guter Arbeit muss sich die Bundesregierung messen lassen."

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