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Die Flexi-Rente ist ein gesellschaftlicher Rückschritt

Pressemitteilung von Matthias W. Birkwald,

"Anreize, die Arbeit nach Renteneintritt für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen billiger zu machen, liegen weder im Interesse der Rentnerinnen und Rentner noch der jüngeren Beschäftigten", kommentiert der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Matthias W. Birkwald, die aktuellen Medienberichte zur sogenannten Flexi-Rente. "Es müssten vielmehr Lösungen angeboten werden, die abgesicherten Übergänge zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr zu stärken, statt den Druck auf den Arbeitsmarkt zu erhöhen und den Sozialkassen finanzielle Mittel zu entziehen." Birkwald weiter:

"Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist es schon ein Offenbarungseid, dass eine sozialdemokratische Arbeits- und Sozialministerin allen Ernstes Arbeitgeberbeiträge für die Arbeitslosenversicherung jenseits der Regelaltersgrenze abschaffen will, um Arbeit für Rentnerinnen und Rentner billiger zu machen. Die Leidtragenden werden die potenziellen Beitragszahlenden der Zukunft sein: Die jüngeren Beschäftigten.

Gleichzeitig bleiben die bisher bekannten Regelungen zur Flexi-Rente für all jene Beschäftigten, die nach jahrzehntelanger Maloche einfach nicht mehr können und in die Arbeitslosigkeit abrutschen, eine schlüssige Antwort schuldig. Statt sich ältere Beschäftigte durch Fehlanreize endgültig kaputtarbeiten zu lassen, um den Leistungsrückgang bei der gesetzlichen Rente zu kompensieren, will DIE LINKE mit ihren Forderungen einen abgesicherten Übergang in die Rente fördern: Zunächst muss das Rentenniveau angehoben werden, um eine angemessene Lebensstandardsicherung im Alter zu gewährleisten. Zugleich brauchen wir eine Reform der Erwerbsminderungsrente sowie neue Modelle der Altersteilzeit. Außerdem muss die sogenannte ‚Rente ab 63‘ als eigenständige Rentenart erhalten bleiben und auch zukünftigen Rentenjahrgängen offenstehen."

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