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Deutsche Bildungspolitik weist gravierende Mängel auf

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Bundesregierung und Kultusministerkonferenz fordern noch vor der offiziellen Vorstellung des Berichtes von UN-Menschenrechtsinspektor Vernor Muñoz über das deutsche Bildungssystem mehrere Korrekturen und Richtigstellungen. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Nele Hirsch:

"Die Bundesregierung muss den UN-Bericht in jetziger Fassung der Öffentlichkeit zugänglich machen. Anstatt sich der berechtigten Kritik an ihrer unsozialen Bildungspolitik zu stellen, werfen Bundesregierung und Kultusministerkonferenz dem UN-Sonderberichterstatter Vernor Muñoz Falschaussagen vor. Das ist dreist. Offensichtlich geht es bei ihren geforderten "Korrekturen" am Bericht nicht um die Verbesserungen des Bildungssystems, sondern um Verschleierungen und Schönfärberei.

Anstatt an Formulierungen von Vernor Muñoz rumzunörgeln, sollten Bundesregierung und Kultusministerkonferenz die Kritik zum Anlass für Veränderung nehmen. Das höchst selektive und gegliederte Schulsystem muss in allen Bundesländern endlich abgeschafft werden. Zu Recht sieht Vernor Muñoz darin eine der Hauptursachen für die soziale Ungleichheit im deutschen Bildungswesen.

Vernor Muñoz ist nicht der Erste, der auf die erschreckende soziale Ungleichheit im deutschen Bildungswesen hinweist. Auch die PISA-Studie hat den Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft kritisiert. Die Bundesregierung darf vor den offensichtlich gravierenden Mängeln unseres Bildungssystems nicht länger die Augen verschließen."

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