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Deutsche Bahn – hilflos, absurd und diffus

Pressemitteilung von Sabine Leidig,

„Die heute angekündigten Maßnahmen des DB-Vorstands wirken hilflos. Angesichts der Krise bei der DB AG wird wieder einmal die Behebung von Qualitätsmängeln angekündigt, nachdem es hier jahrelang eher Verschlechterungen als Verbesserungen gegeben hat. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und nicht Teil eines groß angekündigten Sonderprogramms“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur Pressekonferenz der Deutschen Bahn über deren Umstrukturierungspläne. Leidig weiter:

„Richtig absurd wird es bei den Umbenennungen: Aus DB Schenker Rail soll nun DB Cargo werden – so hieß das Unternehmen vor zwei Umbenennungen in den 1990er Jahren schon einmal. Aber ein neuer alter Name ersetzt keine Strategie. Darüber hinaus ist völlig unklar, wie die DB mit dem angekündigten Rückzug im Güterverkehr eine Verlagerung von Transporten auf die Schiene schaffen will, die aber für das Klima dringend erforderlich wäre.

In der heutigen Pressekonferenz ließ der Vorstand die Beteiligung von Investoren bei DB Schenker Logistics und DB Arriva als Teilprivatisierung ausdrücklich offen. Damit erhalten aber gefährliche Interessen Einfluss auf die DB, denn solche Investoren verfolgen sicherlich keinen nachhaltigen Schienenverkehr. Der DB-Vorstand sollte diese Pläne daher schnellstmöglich beerdigen.

Dem Vorstand fehlen eindeutig eine Vision und eine nachhaltige Strategie, wie die Bahn wirklich voran gebracht werden könnte. Das ist auch ein Versagen der Bundesregierung, die der DB AG keine klaren Ziele vorgibt, die über ein diffuses ‚Irgendwie-Gewinnmachen‘ hinausgehen.“

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