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Der Worte sind genug gewechselt, wir wollen endlich Quote sehen

Pressemitteilung von Cornelia Möhring,

"In Deutschland sind die Frauenquoten in Vorständen auf 5,8 Prozent gesunken. Zwar plant die Bundesregierung ein Quotengesetz, doch dies ist für Vorstände weder bindend noch ist wirklich eine ernstzunehmende Frauenquote in Aufsichtsräten geplant. Stattdessen ist im öffentlichen Dienst durch die Einführung einer Geschlechterquote sogar ein Abbau des Kampfes gegen die strukturelle Diskriminierung von Frauen in Führungspositionen durch die Hintertür geplant. Ministerin Schwesig droht zum Komplettausfall für die Quote zu werden", erklärt Cornelia Möhring, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Möhring weiter:


"Die Bundesregierung plant weder eine Quote für Vorstände, die sanktionsbewehrt Frauen die ihnen zustehenden Chancen auf Mitgestaltung unserer Wirtschaft einräumt, noch sind die Vorschläge für die Aufsichtsräte geeignet, politisch eine Trendwende in der männerbündischen Wirtschaftsführung zu gestalten. Zwar gibt es leichte Anstiege, doch die gehen einseitig auf das Konto der Arbeitsnehmervertretungen in den Aufsichtsräten, während die Unternehmerseite weiterhin Frauen den Aufstieg systematisch verwehrt. Diese Symptomatik verweist ein weiteres Mal darauf, dass Freiwilligkeit und erste Schrittchen ohne Sanktionen nichts an der männlichen Dominanz ändern.

Es muss endlich etwas getan werden. Man stelle sich nur vor, die Verhältnisse wären umgekehrt und nur ca. 5,8 Prozent der Vorstände wären Männer. So schnell wie dann eine verbindliche 50-Prozent-Quotenregelung im Parlament zur Abstimmung stünde, kämen die Parlamentsdruckmaschinen gar nicht hinterher. Frau Schwesig, der Worte sind genug gewechselt, wir wollen endlich Quote sehen."

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