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Das Quötchen stärkt Chancen von Frauen auf Führungspositionen kaum

Pressemitteilung von Cornelia Möhring,

„Die Quote ist ein Miniquötchen, mit der gerade mal gesichert ist, dass 160 Frauen in den Aufsichtsräten von 108 Unternehmen präsent sein werden. Das Zusammenzählen von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbank, um die Quotenregelungen zu erreichen, ist eine Milchmädchenrechnung und führt eben nicht zu mehr Frauen in Führungspositionen der Unternehmen“, so Cornelia Möhring, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Verständigung der Koalition auf eine Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte von 108 großen, börsennotierten Unternehmen. Möhring weiter:

„Die 3.500 mittelgroßen Unternehmen, die entweder börsennotiert oder mitbestimmungspflichtig sind, dürfen sich ihre Zielvorgaben für die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen sogar selbst setzen. Sanktionen für Unternehmen, die nach Erreichen der Quote wieder unter die Zielvorgaben zurückfallen, gibt es nicht. Wirkungsloser kann die Quote nicht mehr werden.

Der Rabatz, den die Union veranstaltet, ist nur vor dem Hintergrund erklärlich, dass sie weitere Schritte zu umfassenderen Quotenregelungen mit allen Mitteln verhindern will. Wer so wie Volker Kauder versucht, dieses Thema verächtlich zu machen, zeigt ein Gesellschaftsverständnis, das aus dem 19. Jahrhundert stammt. Auf keinen Fall darf das seit 2001 bestehende progressivere Bundesgleichstellungsgesetz des öffentlichen Dienstes für dieses magere Ergebnis geopfert werden.“