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Daimlerkonzern wird hochgiftiges Kältemittel in seinen Fahrzeugen nicht einsetzen

Pressemitteilung von Ralph Lenkert,

"Die heutige Entscheidung des Daimlerkonzerns bedeutet hoffentlich das europaweite Aus für diese gefährliche Substanz", so Ralph Lenkert, für die Fraktion DIE LINKE Obmann im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, mit Blick auf die Nachricht, dass der Fahrzeughersteller Daimler in den Klimaanlagen das Kältemittel HFO-1234yf aus Sicherheitsgründen nicht einsetzen will. Bei Crashversuchen mit Frontalaufprall habe sich reproduzierbar gezeigt, "dass das Mittel, das unter vergleichbaren Laborbedingungen schwer zu entflammen ist, sich in einem heißen Motorraum als zündfähig erweisen kann", so die Mitteilung des Konzerns, der die Testergebnisse den Verbänden und der Automobilindustrie zur Verfügung stellen will. Beim Verbrennen von HFO-1234yf entsteht hochgiftige Flusssäure. Lenkert weiter:

 

"Die Verbrennungsgase von HFO-1234yf sind bereits in kleinen Mengen tödlich. Bei 30.000 PKW-Bränden pro Jahr in Deutschland wäre der Einsatz dieses neuen Kältemittels verantwortungslos. DIE LINKE hat deshalb bereits 2010 ein Verbot dieses Mittels gefordert und stattdessen den Einsatz von Kohlendioxid in Klimaanlagen vorgeschlagen. Der Verband der Automobilindustrie und der Bundestag wischten jedoch alle Bedenken beiseite. Wenigstens hat nun Daimler zum Schutz seiner Kunden die Notbremse gezogen und bestätigt damit unsere Bedenken. Ich hoffe, die anderen Autohersteller folgen diesem Beispiel."

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