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Burkina Faso: Keine Unterdrückung währt ewig

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Keine Unterdrückung währt ewig. Die Tage der 27 Jahre währenden Diktatur von Blaise Compaoré, dem Putschpräsidenten aus Burkina Faso, scheinen gezählt“, erklärt Niema Movassat, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, anlässlich der aktuellen Ereignisse in dem westafrikanischen Land. Tausende von Menschen stehen auf der Straße, Parlament und Rathaus wurden gestürmt. Teile der Armee sind bereits übergelaufen und unterstützen den Befreiungsaufstand. Movassat weiter:

„Übersetzt heißt Burkina Faso das ‚Land der aufrechten Menschen‘. Und in der Tat erkämpfen sich diese Menschen nach all den leidvollen Jahren ihre Würde zurück. Sie stehen dabei bisher der Übermacht des Staates gegenüber. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit verdienen unseren Respekt und die internationale Solidarität aller fortschrittlichen Kräfte.

Zu lange haben wir zugeschaut, wie Frankreich und die westliche Staatengemeinschaft Präsident Compaoré als einen ihrer treuesten Verbündeten im neokolonialen Netzwerk der ‚Francafrique‘ gestützt und hofiert haben. Wir müssen verhindern, dass es noch weitere Tote und Verletzte gibt. Die Zeit der milden Apelle, wie zuletzt durch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton geschehen, muss ein Ende haben. Ich appelliere eindringlich, insbesondere an die Regierungen Frankreichs und Deutschlands, alle diplomatische Kanäle zu nutzen, das Regime zu einem schnellen Abdanken zu bewegen.

Nun ist es an der Zeit, den Weg des 1987 ermordeten Präsidenten Sankara, der für tatsächliche Unabhängigkeit vom Kolonialismus und Ernährungssouveränität stand und dafür große internationale Anerkennung fand, wieder aufzunehmen.“

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