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Bundesregierung verschuldet Anstieg der Pillen-Preise

Pressemitteilung von Kathrin Vogler,

"DIE LINKE sieht sich durch den Arzneiverordnungsreport in ihrer Kritik an der Politik der Bundesregierung bestätigt. Auf die Versichertengemeinschaft kommen Mehrausgaben für Medikamente in Milliardenhöhe zu, und die von der Bundesregierung im Gegenzug versprochenen Einsparungen bleiben aus", erklärt Kathrin Vogler, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte der Fraktion DIE LINKE, zum heute vorgestellten Arzneiverordnungsreport. Vogler weiter:



"Es wird noch schlimmer kommen, denn eines der ersten Gesetze von Union und SPD war ein Weihnachtsgeschenk für die Pharmaindustrie: Der Zwangsrabatt auf die teuren Originalpräparate wurde von 16 auf sieben Prozent abgesenkt. Das bedeutet eine Mehrbelastung für die Krankenkassen – und damit für die Versicherten von über eine Milliarde Euro. DIE LINKE hat von Anfang an davor gewarnt.

Nach wie vor verlangen viele Pharmakonzerne Mondpreise für ihre neuen Produkte, und die Bundesregierung unternimmt nichts. Die Vorgängerregierung hatte versprochen, dass die Preisverhandlungen zwischen den Kassen und den Herstellern zwei Milliarden Euro einsparen würden, doch Fehlanzeige: Am Ende sind kaum mehr als zehn Prozent dieser Summe zusammengekommen.

Jetzt haben CDU/CSU und SPD auch noch die Nutzenbewertung für jene Arzneimittel, die schon auf dem Markt sind, fallengelassen. Das heißt, dass Medikamente ohne bewiesenen Zusatznutzen auch zukünftig zum Wunschpreis der Hersteller verschrieben werden dürfen. Ein Arzneimittelpolitik im Dienste der Kranken und der Versicherten sieht anders aus."

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