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Bundesregierung ignoriert die Probleme der Studenten

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

"Diese Studie legt erneut offen, wie angespannt die Situation für Studenten auf dem Mietmarkt ist – und die Bundesregierung schaut dabei tatenlos zu", kommentiert Nicole Gohlke die aktuelle Allensbach-Studie "Studienbedingungen 2014" im Auftrag des Reemtsma-Begabtenförderungswerkes. Die hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:



"72 Prozent der Studenten beklagen die Schwierigkeiten bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum, 74 Prozent bemängeln das Fehlen von Wohnheimplätzen. Die Anspannung auf dem Mietmarkt in Hochschulstädten ist nichts Neues. Wir brauchen dringend ein Programm zum umfassenden Ausbau der Studentenwohnheime. Davon würden nicht nur Studenten profitieren, auch der Mietmarkt insgesamt könnte entspannt werden.

2012 hat das Deutsche Studentenwerk 54 Hochschulstädte untersucht. Nur in einer einzigen davon lagen die durchschnittlichen Ausgaben von Studenten für Mietkosten unterhalb der BAföG-Wohnkostenpauschale von 224 Euro. In Städten wie Köln, München oder Hamburg gaben die Studenten im Schnitt sogar über 350 bis 400 Euro für Miete aus. Kein Wunder, dass 58 Prozent der unter 30-jährigen Studenten laut der Allensbach-Studie zusätzlich jobben müssen. Diese Doppelbelastung trägt selbstverständlich nicht zum Studienerfolg bei. Daher ist es ein Skandal, dass die Bundesregierung eine BAföG-Erhöhung erst für 2016/17 plant."

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