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Bundesregierung geht nur halbherzig gegen Pflegenotstand vor

Pressemitteilung von Pia Zimmermann,

„Die Zahlen zur weiter wachsenden ‚Pflegelücke‘, also zu fehlenden Arbeitskräften in der Pflege, kommen nicht überraschend. Umso schlimmer ist es, dass die Bundesregierung das Problem nach wie vor nur halbherzig anfasst“, kommentiert Pia Zimmermann, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, eine Simulationsrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Zimmermann weiter:

„Was wir brauchen, ist eine nachhaltige Aufwertung des Pflegeberufs, um die Beschäftigten zu entlasten und Menschen mit Pflegebedarf und ihren Angehörigen die Sorgen zu nehmen. Die Bundesregierung verspricht mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz die Finanzierung von 13.000 weiteren Stellen. Wie absurd wenig das ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass der IW-Prognose zufolge bis 2035 mehr als 100.000 zusätzliche Pflegekräfte gebraucht werden.

Außerdem muss endlich die Situation pflegender Angehöriger verbessert werden. 86 Prozent der Menschen sind laut der Techniker Krankenkasse bereit, mehrere Stunden in der Woche nahe Angehörige zu pflegen. Ihnen wird es aber denkbar schwer gemacht, indem zum Beispiel die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf immer noch vor allem ein privates Problem bleibt. Der Pflegenotstand wird sich nur beheben lassen, wenn alle Bereiche nun angegangen werden. Die Bundesregierung darf sich da nicht wegducken.“

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