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Bundesfreiwilligendienst ist unnötig

Pressemitteilung von Harald Koch,

„Mit dem Bundesfreiwilligendienst legt sich die Regierung ein faules Ei ins ohnehin schon bröckelige Nest. Die schwarz-gelbe Koalition schafft so Jugendfreiwilligendienste erster und zweiter Klasse. Obwohl die Bundesförderung für bestehende Jugendfreiwilligendienste ausgebaut wird, ist es bedenklich, dass Parallelstrukturen zu existierenden und gut funktionierenden Jugendfreiwilligendiensten entstehen. Einige gemeinwohlorientierte Einrichtungen könnten nun Existenzprobleme bekommen“, kritisiert der Bundestagsabgeordnete Harald Koch, Mitglied im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement, im Finanz- sowie Verteidigungsausschuss. Koch weiter:

„Von einer »harmonischen Ergänzung« kann man beim besten Willen nicht sprechen. Ich befürchte, dass dieser staatlich organisierte Quasi-Zivildienst durch entsprechende Rahmenbedingungen attraktiver gemacht und damit zugleich die Nachfrage an bestehende Jugendfreiwilligendienste zurückgehen wird. Der neue Dienst ist zudem eine Bestandsgarantie für das eigentlich überflüssige Bundesamt für Zivildienst, welches ab jetzt erweiterte Aufgaben zu erfüllen hat. Freiwillige als billige Vollzeitkräfte konkurrieren im sozialen Sektor mit regulär Beschäftigten, was deren Löhne weiter nach unten treibt.
DIE LINKE will vorrangig neue sozialversicherungspflichtige qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Bestehende Jugendfreiwilligendienste sollen ergänzend gestärkt werden.
Freiwilliges Engagement ist ein wichtiges soziales Plus und fördert demokratische Teilhabe, darf aber Menschen nicht zu Lückenbüßern in einem vorher willentlich ausgetrockneten Sozialsystem machen.“

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