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Bildungslotsen doktern an Symptomen herum

Pressemitteilung von Rosemarie Hein,

„Mit den Bildungslotsen doktert Ministerin Schavan hilflos an den Symptomen des sozial ausgrenzenden deutschen Bildungssystems herum“, erklärt Rosemarie Hein, Sprecherin für Allgemeine Bildung der Fraktion DIE LINKE, zur Suche des Bundesbildungsministeriums nach 500 weiteren hauptamtlichen Bildungslotsen. „Das eigentliche Problem der Bildungspolitik wird lediglich kaschiert, nicht gelöst.“ Rosemarie Hein weiter:

„Der Einsatz von Bildungslotsen ist das Eingeständnis der Regierung für den unzureichenden Zustand des bundesdeutschen Bildungssystems, das Kinder frühzeitig abhängt und ausgrenzt. Wenn junge Menschen in Größenordnungen bereits im Alter von 13 oder 14 Jahren so weit abgehängt sind, dass absehbar ist, dass sie kaum Chancen auf dem Ausbildungsmarkt haben werden, ist das ein Armutszeugnis. Was im Einzelfall hilfreich sein kann, bietet keinerlei Gewähr dafür, den Zustand dauerhaft zu beheben.

Dafür müsste mit einer grundlegenden Veränderung des Bildungssystems viel früher eingegriffen werden. Wir brauchen längeres gemeinsames Lernen, das allen Schülerinnen und Schülern zu besseren Bildungserfolgen und höheren Schulabschlüssen verhilft, mit denen sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz erfolgreich sein können. Freilich hilft auch eine bessere Berufsorientierung und natürlich müssen genügend Ausbildungsplätze bereitgestellt werden, aber der Anfang muss in der Schule gemacht werden.“

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